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Verlängerter Mutterschutz kostet deutsche Betriebe mehr als 600 Millionen Euro

Freiburg (ots) – Die aktuelle Entscheidung des Europäischen Parlaments (EP), den Mutterschutz bei vollem Lohnausgleich auf 20 Wochen auszudehnen, hat weit reichende Folgen: Nach Berechnungen des Centrums für Europäische Politik (CEP) in Freiburg kostet die Verlängerung des Mutterschutzes von 14 auf 20 Wochen die deutschen Arbeitgeber mehr als 640 Millionen Euro. Hinzu kommen – so der CEP-Experte Klaus-Dieter Sohn – mindestens 260 Millionen Euro für die zwei Wochen Vaterschaftsurlaub, die ebenfalls vom EP beschlossen wurden.

Die Beschlüsse des EP gehen weit über den Vorschlag der Kommission hinaus, die einen Mutterschutz von 18 Wochen gefordert hatte. Ein Vaterschaftsurlaub war in dem Vorschlag der Kommission überhaupt nicht vorgesehen.

Der CEP-Experte Klaus-Dieter Sohn lehnt auch die Einführung des Vaterschaftsurlaubs ab – dies sei eine “gesellschaftliche Frage, die besser von den Mitgliedstaaten und nicht von der EU entschieden werden sollte”.

Das Centrum für Europäische Politik (CEP) ist ein in Freiburg beheimateter überparteilich und in einer gemeinnützigen Stiftung organisierter Think Tank, der auf der Grundlage des Ordoliberalismus Politikvorhaben auf europäischer Ebene in ökonomischer und juristischer Hinsicht untersucht. Vorstand der Stiftung ist Dr. habil. Lüder Gerken, dem Kuratorium des CEP gehören unter anderen Bundespräsident a.D. Professor Roman Herzog, der frühere Präsident der Deutschen Bundesbank Professor Hans Tietmeyer und der frühere EU-Kommissar Frits Bolkestein.

Pressekontakt: Klaus-Dieter Sohn Wissenschaftlicher Referent Centrum für Europäische Politik Arbeit & Soziales, Gleichbehandlung, Institutionelles Recht Telefon + 49 761 38693-231 sohn@cep.eu